Der Landstraßer Athletik Club Inter (LAC Inter) mit seinem Heimstadion in der Baumgasse 87 im 3. Wiener Gemeindebezirk ist ein traditionsreicher Fußballverein im Herzen Wiens, der seit über 100 Jahren für Leidenschaft, Zusammenhalt und sportliche Entwicklung steht.

Der Verein wurde bereits im Jahr 1911 vom Fiaker Anton Sandner, der zuvor den Sportklub Rennweg gegründet hatte, unter dem Namen „Athletik Club Training“ ins Leben gerufen.

Im Jahr 1918 erfolgte die Umbenennung in Landstraßer Amateure. Die erfolgreichste Phase dieser Zeit erlebte der Verein in den 1930er-Jahren mit Spielern wie Camillo Jerusalem, der später auch für die österreichische Nationalmannschaft auflief.

1933 stiegen die Landstraßer Amateure erstmals in die professionelle zweite Liga auf. Drei Jahre später wurde der Verein in „Landstraßer AC“ umbenannt und eröffnete gleichzeitig seine neue Heimstätte an der Erdbergstraße, direkt über den unterirdischen Pferdestallungen der Wurstfabrik Wotraubek. Der damalige Platzwart sorgte nach starken Regenfällen auf außergewöhnliche Weise für trockene Platzverhältnisse, indem er das aufgestaute Wasser durch die Gewölbedecke ableitete.

Bereits in der ersten Zweitligasaison erreichte der Landstraßer AC den hervorragenden vierten Tabellenplatz. Nach vier Spielzeiten folgte zwar der Abstieg, der direkte Wiederaufstieg gelang jedoch bereits in der Saison 1937/38.

Während des Zweiten Weltkriegs kam es zu einer Zwangsfusion mit dem Firmenklub Dämon sowie später zu Zusammenschlüssen mit dem Sportklub Delka und dem FC Pfeil. Neben Fußball führte der Verein damals auch Sektionen für Turnen, Leichtathletik, Kegeln und Boxen.

Nach Behebung der Kriegsschäden wurde der Spielbetrieb noch 1945 wieder aufgenommen. In der ersten Nachkriegssaison erreichte der Landstraßer AC mit Rang drei in der zweiten Liga sein bis dahin bestes Vereinsergebnis. Auch 1948 belegte der Verein erneut den dritten Platz, ehe in der darauffolgenden Saison der überraschende Abstieg erfolgte.

In der Saison 2010/11 spielte der LAC nochmals in der Wiener Verbandsliga, musste jedoch den unmittelbaren Wiederabstieg hinnehmen.

Ein wichtiger Meilenstein folgte 2013 mit der Fusion mit dem Inter ASC und der Umbenennung zum heutigen LAC Inter. Seitdem entwickelte sich der Verein kontinuierlich weiter, sowohl sportlich als auch organisatorisch.

Nach mehreren erfolgreichen Jahren gelang in der Saison 2023/24 der verdiente Aufstieg in die Wiener Stadtliga. Dort etablierte sich der LAC Inter rasch und erreichte bereits in der Saison 2025/26 den hervorragenden 3. Tabellenplatz. Gleichzeitig verzeichnete der Verein den besten Zuschauerschnitt der Wiener Stadtliga, ein eindrucksvoller Beleg für die starke Verankerung des Vereins in der Region und die wachsende Begeisterung rund um den LAC Inter.

Heute steht der LAC Inter nicht nur für sportlichen Erfolg, sondern auch für eine moderne Vereinsphilosophie. Mit einer starken Nachwuchsarbeit, einem inklusiven Special-Needs-Team, einer Frauenmannschaft sowie zahlreichen ehrenamtlich engagierten Mitgliedern ist der Verein ein wichtiger Treffpunkt für Menschen aller Generationen und ein fester Bestandteil des Wiener Sports.

Erfolge
15 Zweitligateilnahmen (1934–1937, 1946–1948)
Meister der 2. Klasse C (1932)
Meister der 2. Klasse (1934)
Meister Wiener Liga (1973/74)
Meister Wiener Liga (1979/80)
Wiener Hallenmeister (1993/94)
Aufstieg in die Wiener Stadtliga (2006)
Aufstieg in die Wiener Stadtliga (2023/24)